„Anna and the French Kiss“REZENSION

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Titel: Anna and the French Kiss (auf deutsch: „Herzklopfen auf französisch“)
Autor: Stephanie Perkins
Veröffentlicht: 2010
Genre: Jugendbuch (young adult)
Seiten: 384 (Gebundene Ausgabe)
Preis: 16,99 € (gebunden) 8,99€ (Taschenbuch)

Inhalt

Anna Oliphant, Filmliebhaberin und Senior Year Student in Atlanta, hat dank ihres Vaters die Möglichkeit, ihr letztes Schuljahr in Paris auf der School of America zu verbringen. Eigentlich ein Traum für jedes Mädchen in ihrem Alter, nicht aber für sie. Denn Anna muss viel in ihrer Heimat Atlanta zurücklassen. Ihren kleinen Bruder, der ohne sie im Chaos ihrer geschiedenen Eltern verloren zu gehen droht, ihre beste Freundin Bridgette, die für Anna wie eine Schwester ist und natürlich Toph, mit dem gerade alles erst anzufangen schien.

Unglücklich und ohne die geringsten Französischkenntnisse findet sich Anna also in Paris wieder – der Stadt der Liebe und des Lichts. Dort lernt sie schnell Meredith, ihre Zimmernachbarin kennen, mit der sie sich gut versteht und durch die sie an einen kleinen Freundeskreis gelangt, zu dem unter anderem auch Etienne St-Clair gehört. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist Anna seinem Charm und seinem britischen Akzent verfallen, doch natürlich gibt es einen Haken an der ganzen Sache – St-Clair hat eine Freundin.

So verbringt Anna ihr Senior Year also zwischen Sprachschwierigkeiten, Heimweh, Familiendramen und natürlich St. Clair, der Annas bester Freund geworden ist – oder vielleicht sogar mehr?

Meine Meinungdsc_0391

Wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich dieses Buch von vorne bis hinten geliebt, und mehr oder weniger verschlungen habe.
Die Geschichte von Anna, die in eine fremde, so berühmte Stadt kommt und sich dort erst einmal zurechtfinden muss hat mich vom ersten Augenblick an begeistert. Stephanie Perkins‘ Schreibstil ist witzig, jugendlich und einfach zu lesen, so dass es mir leicht gefallen ist, mich in Anna und ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen. Auch die Art und Weise, wie man beim Lesen Paris durch Annas Augen entdeckt, hat mir sehr gut gefallen. Das Pantheon, Notre Dame, der berühmte Buchladen „Shakespeare and Company“ und das Quartier Latin bringen einen unglaublichen Charme und eine tolle Atmosphäre in das Buch, die das Lesen einfach und sehr angenehm macht.
Was bei mir diesen Effekt natürlich noch verstärkt hat, ist der Fakt dass ich in genau dieser Gegend von Paris wohne, doch obwohl mir all diese Orte auch schon vor dem Buch bekannt waren, hat Stephanie Perkins ihnen mit ihrer Geschichte eine Magie verliehen,
die für mich bis heute anhält.

Nun etwas zur Liebesgeschichte im Roman. Normalerweise bin ich niemand, der reine Liebesromane liest, aber bei diesem Buch muss ich eine Ausnahme machen. Ja, natürlich ist schnell klar, dass Anna sich in Etienne verlieben wird und manch einer wird sicher auch sagen, dass die Geschichte in einer gewissen Art und Weise vorhersehbar ist. Ich habe das tatsächlich gar nicht so empfunden. Die Charaktere von Anna und Etienne sind komplex und gut ausgearbeitet, keine Stereotypen oder Abklatsche anderer Romanfiguren. Sie haben beide ihre Probleme, Ängste, Hoffnungen und Gedanken, die jeweils den Lauf der Geschichte beeinflussen und in die eine oder andere Richtung lenken können. Außerdem ist die Geschichte von Anna und Etienne alles andere als flach. Es ist nicht einfach so eine „Beliebter Junge und das neue Mädchen“ Geschichte, sondern wirklich eine, die ganz allein und unnachahmlich den Beiden gehört. Das kommt auch darin zum Ausdruck, dass es immer wieder Etienne ist, der Anna durch Paris führt, ihr die Angst vor der Sprache und der Kultur nimmt und sie die Stadt auf eine ganz eigene Art entdecken lässt.

Dazu kommt, dass die Story mit Anna als Ich-Erzähler geschrieben ist, sodass manche Handlungen von St Clair auch für den Leser nicht sofort durchschaubar sind und es so nie langweilig wird, das Buch zu lesen.
Außerdem ist Etienne StClair meiner Meinung nach ein Traumtyp, der seinesgleichen sucht. Ich meine, ein Amerikaner mit britischem Akzent, der fließend Französisch spricht und dazu noch charmant und witzig ist?  Was will man mehr?

Insgesamt finde ich, dass „Anna and the French Kiss“ eine unglaublich gut geschriebene Liebesgeschichte ist, bei der es um so viel mehr geht, als um das Verliebtsein zweier Jugendlicher. Freundschaft, Heimat, Familie und alleine in einer völlig neuen Umgebung zu sein, all das spielt in Stephanie Perkins Roman eine große Rolle und macht “ Anna and the French Kiss“ damit zu einem meiner „Best Reads 2016“.

Wenn ihr also eine Liebesgeschichte sucht, bei der ihr lachen und weinen, fluchen und träumen könnt, dann verliert keine Zeit und lest dieses Buch!

5/5 🌟

Bis Bald in meiner Bücherkiste!

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Eure Caro 🙂

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