Love Letters to the Dead REZENSION

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Titel: Love Letters to the Dead
Autor: Ava Dellaira
Genre: Young Adult
Seiten: 323 (englische Ausgabe)
Preis: 9,99 €

Inhalt

Alles beginnt als Hausaufgabe für den Englischunterricht. Laurel soll einen Brief an eine berühmte Person schreiben, die bereits verstorben ist. Sie entschließt sich, Kurt Cobain zu schreiben, denn er war der Lieblingssänger ihrer Schwester May, die – wie Kurt – jung gestorben ist. Bald schreibt Laurel viele Briefe an unterschiedliche verstorbene Berühmtheiten, in denen sie über ihr Leben, den Tod ihrer Schwester und die damit verbundenen Gefühle nachdenkt und so irgendwie versucht, einen Weg zu finden, mit all dem fertig zu werden.
An Laurels neuer Schule weiß keiner, was mit ihrer Schwester geschehen isdsc_0869t und niemand kennt die Geschichte von Laurels Familie. Doch trotzdem fällt es ihr schwer, ihren eigenen Platz in der Gesellschaft, wenn nicht sogar in ihrem eigenen Leben zu finden – die Fußstapfen, die ihre Schwester May hinterlassen hat, scheinen einfach zu groß für sie.
Doch spätestens als Laurel Sky kennenlernt beginnt sie zu verstehen, dass sie sich nicht ewig in ihren Briefen verstecken kann, sondern auch im echten Leben mit ihren Schuldgefühlen und ihrer Trauer fertig werden muss – denn sonst riskiert sie, nie richtig leben zu können.

Meinung

Die Idee von „Love Letters to the Dead“ hat mich vom ersten Moment an unglaublich angesprochen und ich konnte es kaum erwarten, dieses Buch zu lesen, als ich es dann endlich gekauft hatte.
Ich hatte eine sehr emotionale, tiefgründige Geschichte erwartet, die mich mitreißen und zum Nachdenken bringen kann – und wurde leider etwas enttäuscht.
Die Geschichte von Laurel, die um ihr großes Vorbild, ihre große Schwester, trauert und gleichzeitig auch etwas mit ihrem Tod zu tun haben scheint, das man aber nicht erfährt, ist an sich nicht schlecht. Während des ganzen Buches habe ich mir die Frage gestellt, was wohl hinter den Andeutungen stecken mag, die Laurel immer wieder in ihren Briefen verlauten lässt, und wie May nun wirklich um’s Leben gekommen ist. Jedoch ist der Rest der Handlung mir manchmal einfach ein bisschen zu einfältig und zu unausgereift gewesen, sodass mich das Buch nicht zu 100% packen konnte.dsc_0861 Die Liebesgeschichte mit Sky ist einerseits schön, andererseits aber auch etwas flach und nicht allzu ausführlich gestaltet, wie ich es mir gewünscht hätte.
Was die Charaktere angeht bin ich auch hier gespaltener Meinung: Einerseits lässt sich eine gewisse Komplexität hinter jeder einzelnen Person erkennen. Jeder hat seine Probleme, Wünsche und Geheimnisse, die wiederum die anderen Charaktere und deren Beziehung zueinander beeinflussen. Andererseits gibt es in diesem Buch so viele Schwierigkeiten, Probleme, Geheimnisse und unerfüllte Wünsche, dass es mir an manchen Stellen dann doch einfach zu viel war und ich mir entweder mehr Erklärung oder weniger Probleme gewünscht hätte. Vor allem Laurel hat mich manchmal wirklich auf die Palme gebracht mit ihrer Naivität oder ihrer Art, wie sie ihre Schwester auf ein Podest stellt, an das niemand aus ihrem Umfeld herankommt und das auch niemand kritisieren darf – aber vielleicht verhält man sich ja wirklich so, wenn eine nahestehende Person stirbt, was weiß ich schon davon?
Die Art und Weise in der das Buch geschrieben ist, hat mir jedoch wirklich gut gefallen. Durch die ganze Geschichte hinweg schreibt Laurel in Briefform, immer an andere Persönlichkeiten adressiert, die eines gemeinsam haben: sie sind tot, meistens jung verstorben. Durch diese Art und Weise bekommt man gleichzeitig immer wieder einen dsc_0865kleinen Bezug zu unterschiedlichen Menschen, was mich unter anderem auch dazu angeregt hat, mich mehr über diese zu informieren. Dazu kommt, dass Kurt Cobain auch für mich eine wichtige Person ist und ich die Art, wie Laurel mit ihm über seinen eigenen Tod, sein Leben und seine Musik „diskutiert“, wirklich großartig fand.

Alles in Allem ist „Love Letters to the Dead“ ein gutes, unter anderem auch tiefgründiges Buch, das sicherlich das Potential hat, Gefühle zu wecken und den Leser zu berühren, auch wenn das bei mir nicht 100 prozentig der Fall war.

Da sieht man mal wieder, was passieren kann, wenn man zu große Erwartungen an ein Buch hat!

3,5/5 🌟

Bis Bald in meiner Bücherkiste!

Eure Caro 🙂DSC_0898.JPG

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