Poesie mit Zukunft?

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch mal mit auf eine Gedankenreise nehmen, die mich schon länger beschäftigt und nicht so richtig loslassen will.

Seit einigen Jahren schreibe ich nun schon Gedichte, Haikus und kleine Texte, die sich alle in Richtung Poesie und Lyrik bewegen. Auch wenn ich das hauptsächlich mache, um meinen Kopf freizubekommen und mich von den Dingen, die mich beschäftigen oder belasten zu befreien, denkt ein kleiner Teil von mir immer wieder darüber nach, meine kleinen Werke in ein Buch zu binden und mit anderen zu teilen.dsc_0294

Doch irgendwas an diesem Gedanken macht mich wirklich unsicher, denn abgesehen davon, dass Lyrik irgendwie immer etwas sehr persönliches ist, und ich mich allein deswegen schon nicht dazu überwinden könnte, unter meinem echten Namen zu veröffentlichen – wer liest denn heutzutage noch Gedichte? Ich meine klar, Goethe, Schiller, Novalis – die Klassiker halt. Und dann gibt es die neue Generation von Poet, Rupi Kaur und co. die beliebt und viel gelesen sind, aber wer will schon lesen, was eine mittelmäßig begabte achtzehnjährige zu Papier bringt?

Dabei geht es mir gar nicht so sehr um den Gedanken, ich könnte nicht erfolgreich werden – denn das will ich gar nicht – sondern viel mehr um die Befürchtung, mich bis auf die Knochen zu blamieren, wenn ich anderen etwas zu lesen gebe, das in gewissem Maße mit meinem eigenen Leben und meiner Person verwoben ist. Gerade bei Gedichten habe ich das Gefühl, dass sowas wirklich schnell peinlich werden kann. Ob das heißt, dass ich nicht stolz auf das bin was ich zu Papier bringe? Ich weiß es nicht. Einerseits gibt es natürlich immer Gedichte, die ich anderen vorziehe und ich habe auch einige, bei denen ich mich im Nachhinein frage, was mich in dem Moment geritten haben muss, um einen solchen Salat zu fabrizieren. Aber das alles ist unwichtig, solange all diese Werke in meinem kleinen Büchlein verschlossen bleiben. Traue ich mich aber, andere Menschen daran teilhaben zu lassen, öffne ich damit meinen kleinen geheimen Zufluchtsort für die Gefühle, Meinungen und Beurteilung anderer. Das kann eine Bereicherung sein, macht mir aber gleichzeitig auch ziemlich Angst.dsc_0502

Und dann stellt sich immer noch die Frage, wer meinen Gedankensalat lesen überhaupt lesen würde – und ob er andere genauso berühren kann wie er mich im Moment des Schreibens berührt hat.

Wie ihr seht, das Fragezeichen in der Überschrift steht dort zurecht, denn ich habe keine Ahnung, ob ich meine Gedichte öffentlich zeigen sollte oder nicht. Selbst wenn es nur ein kleiner Rahmen, wie zum Beispiel mein Blog wäre.

Vielleicht liest das hier ja jemand, der sich genauso fühlt, ähnliches durchlebt hat oder einfach eine Meinung hat, die er mir mitteilen möchte. Ich wäre wirklich dankbar über jeden Ratschlag und jeden Standpunkt zu diesem Thema.

Bis bald ihr Leseratten!

Eure Caro 🙂

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4 Gedanken zu “Poesie mit Zukunft?

  1. lini23061995 says:

    Hey Caro, irgendwie empfinde ich es gerade als total „schön“ (wenn man das in diesem Kontext so sagen kann? :-D), dass es anderen auch so oder zumindest ähnlich geht. 😛 Wenn du magst, können wir uns darüber gerne mal per Mail austauschen? Hab einen schönen Dienstag und ganz liebe Grüße, Lini

    Gefällt 1 Person

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