Lesen in einer anderen Sprache?

Immer öfter sehe ich Beiträge zu dem Thema fremdsprachige Bücher und das Lesen in einer anderen Sprache. Da auch ich dazu einige Erfahrungen gemacht habe, konnte ich mich nicht länger zurückhalten und muss jetzt auch mal etwas dazu sagen.

Prinzipiell finde ich es absolut klasse, wenn Menschen auf mehreren Sprachen lesen und sich somit nicht nur mit dem Buch, sondern auch mit sprach- und kulturbedingten Abweichungen auseinandersetzen. Ich selbst lese auch für mein Leben gerne Bücher auf Englisch oder Französisch, vor allem wenn es die Originalsprache ist. Bei Übersetzungen geht manchmal so viel von der Stimmung, dem Schreibstil oder den Wortspielen verloren, dass es eine echte Erleuchtung sein kann, ein Buch in seiner Originalsprache zu lesen.

Trotzdem muss ich sagen, dass niemand sich verpflichtet fühlen sollte, fremdsprachige Bücher zu lesen, nur weil andere es tun! Manchmal, wenn ich mich so auf Instagram und Co umschaue, habe ich das Gefühl, das die Menschen sich dazu zwingen, fremdsprachig zu lesen, weil alle es tun und sie sonst nicht schlau genug wirken.
Aber das ist völliger Unsinn, meine Lieben! Lesen soll Spaß machen, entspannen und vor allem genossen werden – egal auf welcher Sprache. Wenn ihr euch nicht in der Lage fühlt, englische Bücher zu lesen, dann lest sie ruhig auf deutsch! Niemand kann euch vorwerfen, dass ihr dadurch weniger Liebe zu Büchern, dem Lesen oder sonst etwas zeigt und niemand kann euch vorwerfen ihr wärt weniger gebildet. Manche haben nun mal ein Sprachtalent, andere nicht – daran gibt es nichts schlimmes!
Die Hauptsache ist, dass ihr euch wohlfühlt und eure Lesezeit genießen könnt, denn sonst wird euch auch das schönste Buch nicht mehr gefallen.

Mir ging es selbst so, als ich angefangen habe französische Romane zu lesen. Manchmal musste ich mich wirklich zwingen, ein Buch in die Hand zu nehmen, einfach weil das Lesen mehr zur Arbeit und Verpflichtung als zu meinem Ausgleich geworden ist. Das Vokabular war teilweise zu schwer, die Geschichten zu kompliziert oder auch zu langweilig und ich habe mich jeden Tag wieder gequält. Doch so bringt das Ganze nichts. Nur wenn man Spaß an fremdsprachiger Lektüre hat, kann man dabei auch lernen und etwas aufnehmen, ansonsten verschwendet ihr nur eure Zeit.

Und wenn ihr trotz fehlender Begabung fremdsprachige Bücher versuchen wollt, fangt doch mit einer Kindergeschichte an! Egal wie dumm die Leute gucken, es hilft wirklich! In meinen ersten zwei Monaten in Frankreich habe ich sämtliche Märchen und Mythen für Kinder auf französisch gelesen, einfach nur um mich an die Art und Weise des Schreibstils und auch an die Sprache zu gewöhnen.
Mittlerweile lese ich richtige Romane, Fantasy und Thriller, was aber nicht heißt, dass es immer leicht ist alles zu verstehen. Aber wenn ich merke, dass mich ein Buch gerade einfach überfordert oder ich noch nicht so weit bin, dann lege ich es eben weg und warte, bis ich wieder dafür bereit bin.

Lesen ist kein Wettbewerb! Das dürft ihr trotz allen sozialen Medien und Followerzahlen nie vergessen.

Über eure Gedanken, Reaktionen und Anregungen würde ich mich wie immer freuen.

À+,

See you,

Bis bald

Eure Caro 🙂

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