Scherbenkind REZENSION

Kurzinfo

Titel: Scherbenkind
Autor: Britt Reißmann
Genre: Kriminalroman
Seiten: 444
Preis: 9,99 €

Inhalt

Als bei der Stuttgarter Polizei der Anruf eines kleinen Mädchens eingeht, das anscheinend wichtige Details zu einem ungelösten Mordfall geben kann, hofft Kriminalhauptkommissarin Verena Sander darauf, endlich die entscheidenden Hinweise zu bekommen.
Allerdings scheint dieses Mädchen wie vom Erdboden verschluckt und der einzige Anhaltspunkt, der Verena noch bleibt, ist der Telefonanschluss, von dem aus vor einigen Jahren ein ganz ähnlicher Anruf abgesetzt wurde. So gelangt sie schließlich zu Familie Sander, deren Tochter anscheinend eine wichtige Zeugin in Verenas Mordfall werden kann, denn sie kannte den Toten und war Fan von der Band, in der er gespielt hat.
Doch das Verhalten von Sina Lohmann kommt Verena sehr schnell merkwürdig vor, denn sie scheint massive Erinnerungslücken und Stimmungsschwankungen zu haben.
Je mehr sie über diesen Mordfall erfährt, desto tiefer dringt Verena in eine Materie ein, die ihr ebenso unglaublich wie erschreckend erscheint.
Als dann noch ein anonymer Anrufer versucht, der Hauptkommissarin Steine in den Weg zu legen, wird Verena klar, dass sie es mit einer wirklich ernsten Sache zu tun haben muss…

Meinung

Scherbenkind hat mich schon vom Prolog an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte war von vorne bis hinten gut durchdacht und äußerst mitreißend gestaltet, die Charaktere sehr genau beschrieben und ausgearbeitet und der Schreibstil angenehm und spannend.
Das Thema, dass Britt Reißmann sich für ihren Kriminalroman ausgesucht hat, ist mehr als komplex und kann, wenn es nicht gut ausgearbeitet ist, schnell in die Hose gehen. Doch in Scherbenkind steckt viel Nachforschung und Kenntnis über alles, was im Buch passiert und gerade das macht diesen Krimi so unglaublich realistisch, schockierend und spannend.
Die Charaktere sind ebenfalls sehr detailliert erdacht und haben mich sofort zum mitfiebern und miterleben gebracht, was gerade bei Krimis ein eher seltenes Phänomen für mich ist. Vor allem die Hauptkommissarin Verena war mir von Anfang an sehr sympathisch und auch die Hauptzeugin Sina hat mein Interesse mit ihrem komplexen Charakter sofort geweckt. Aber auch Nebenrollen wie der nervige Staatsanwalt Triberg haben mich immer wieder zum Lachen oder Schreien bringen können, was das Lesen wirklich amüsant gemacht hat.
Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, da er aus den Sichtweisen verschiedener Personen erzählt und damit Einblicke in verschiedene Gefühlslagen und Charaktere gewährt, was die Verbindung zwischen Leser und Charakteren nur noch stärkt.
Einziger anzumerkender Makel von meiner Seite ist die Länge der Kapitel, die meistens um die 50 Seiten umfassen, was mir persönlich leider eindeutig zu lang ist und mich normalerweise eher dazu bewegt, das Buch früher wegzulegen als ich es bei kürzeren Kapiteln tun würde. (Versteht man, was ich sagen will?!)

Abgesehen davon ein super packender und erschütternder Krimi mit tollen Personen und einer super Thematik. Respekt an die Autorin, wie gut sie dieses komplexe Thema umgesetzt hat! Ich muss unbedingt mehr von dir lesen, Britt!

4,5/5  🌟

Für alle Krimifans ist dieses Buch ein Muss!

Liebe Grüße und bis bald,

Eure Caro 🙂

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