Girl in Pieces REZENSION

Kurzinfo

Titel: Girl in Pieces
Autor: Kathleen Glasgow
Genre: Roman
Seiten: 416
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

 

Inhalt

Charlotte Davis hat in ihrem Leben schon mehr schlimme Dinge erlebt, als manch ein Erwachsener vertragen könnte – und dabei ist sie erst 17.
Nach dem Tod ihres Vaters, einigen schrecklichen Vorfällen mit ihren Freunden und einer langen Zeit als Teenager auf der Straße landet Charlotte schließlich in einer Klinik für psychisch kranke Jugendliche, denn Charlotte’s Art und Weise, mit ihrem Schmerz umzugehen, ist meistens der Griff zur Klinge.
Als sie sich eines Tages dadurch fast umbringt wird sie von ihren Freunden in die Klinik gebracht, wo sie sich nur langsam von den Ereignissen erholt und sich schwer damit tut, Anschluss zu den anderen Mädchen zu finden.
Doch irgendwann kommt der Tag, an dem Charlotte die sichere Klinik verlassen und wieder hinaus in die Welt muss, obwohl sie noch nicht dafür bereit ist.
Nun muss sie zeigen, dass sie auch auf sich allein gestellt stark bleiben kann.
Sie muss einen Job und eine Wohnung finden, sich den Menschen stellen und einige Dinge mit ihren Freunden klären.
Doch die „Richtigen Entscheidungen“ zu treffen ist nicht immer leicht, vor allem dann nicht, wenn man jeden Tag mit der Versuchung eines Rückfalls konfrontiert wird.

Meinung

Ich habe viel von Girl in Pieces erwartet, aber nicht die ruhige und sachliche Atmosphäre, die von Anfang an zu spüren war. Charlottes Erzählweise ist nie wirklich melodramatisch oder sonst irgendwas, das einem bei einem so brisanten Thema wie Depression und Selbstverletzung in den Sinn kommt.
Charlie ist ein ruhiges Mädchen, spricht nicht viel und denkt umso mehr über Vergangenes nach, weshalb der Leser nach und nach immer mehr über ihre schwere Kindheit und Jugend erfährt. Mir hat dieser Charakter wirklich gut gefallen, denn er hat für mich gut zum Ausdruck gebracht, wie still und versteckt Depression und mental Illness sein können.
Auch die anderen Charaktere, die Charlie auf ihrer Reise trifft, waren sehr gut ausgearbeitet und haben jeder ihre eigene Art und Weise gehabt, mit Charlottes Krankheit und ihrem Verhalten umzugehen, was die realistische Seite dieser Geschichte nur noch verstärkt hat.
Bezüglich der Handlung habe ich schon von vielen anderen Lesern gehört, dass sie diese eher ein wenig langatmig und leider auch langweilig fanden – dem muss ich teilweise zustimmen.
Generell passiert in „Girl in Pieces“ wirklich nicht viel, dass Spannung erzeugen könnte, da der Leser meistens einfach nur Charlies Alltag verfolgt, so banal dieser auch sein mag. Man begleitet sie zur Arbeit, beim Einkaufen, beim Aufstehen und beim Einschlafen – und das mehrere Tage hintereinander. Das eigentlich interessante ist dabei jedoch die Art und Weise, wie sich Charlottes Denkweise verändert, entwickelt und dann doch wieder in alte Muster zurückfällt. Vielleicht passiert in diesem Buch insgesamt nicht viel, aber es hat definitiv eine der bewegendsten Charakterentwicklungen, die mir je begegnet sind.

Ein meiner Meinung nach wichtiges Buch, dass Depression und Selbstverletzendes Verhalten auch denen nahebringen kann, die es noch nicht selbst erleben mussten!
4/5🌟 und liebe Grüße von mir!

Bis bald,

Eure Caro 🙂

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