Arsène Lupin vs. Sherlock Holmes REZENSION

Kurzinfo

Titel: Arsène Lupin vs. Sherlock Holmes
Autor: Maurice Leblanc
Genre: Kriminalgeschichte/ Klassiker
Seiten: 288
Preis: 7,99€ (Taschenbuch)

Inhalt

In diesem Buch treffen in zwei Fällen der gefürchtetste Dieb Frankreichs, Arsène Lupin, und der englische Meisterdetektiv Sherlock Holmes in der Metropole Paris aufeinander.
Das Buch besteht aus zwei Kurzgeschichten: The Blonde Woman und The jewish Lamp.

In der ersten Geschichte wird Sherlock Holmes nach Paris gebeten, nachdem Lupin und eine mysteriöse Komplizin nach mehreren begangenen Verbrechen immer auf unerklärliche Weise entkommen konnten und die Polizei ratlos zurückgelassen haben.
Holmes begibt sich also mit Watson nach Paris, wo er auch sofort auf Lupin trifft und diesen zur Rede stellt, ohne ihn festnehmen zu wollen. Der Meisterdieb gibt frei zu, für die genannten Verbrechen verantwortlich zu sein, ist aber dennoch davon überzeugt, dass Holmes es nicht schaffen wird, ihn zu überführen. Von dieser Herausforderung angetrieben einigen sich die beiden Gentleman auf eine Zeitspanne von zehn Tagen, die der Engländer für die Aufklärung der Verbrechen zur Verfügung hat.
Die Zeit läuft und Holmes und Watson begeben sich an die Tatorte, um Hinweise zu sammeln. Doch schnell wird ihnen klar, dass sie ohne Lupins Gehilfin, die geheimnisvolle blonde Frau, nicht weiterkommen und somit beginnt eine komplizierte Suche mit vielen Rückschlägen für die englischen Edelmänner.

Die zweite Kurzgeschichte spielt ebenfalls in Paris, wo Holmes dieses Mal den Dieb einer jüdischen Lampe aufklären soll, in der ein wertvoller Schatz versteckt war. Doch noch bevor der Detektiv sich auf den Weg machen kann erhält er ein Telegramm von Lupin, der sich zu dem Diebstahl bekennt und Holmes rät, in London zu bleiben und sich nicht in die Angelegenheiten des Meisterdiebes zu mischen.
Natürlich fährt Holmes trotzdem nach Paris und merkt dort schnell, dass der Diebstahl nicht von außerhalb begangen wurde, auch wenn die Indizien dafür sprechen mögen. Der Dieb muss also innerhalb der Familie und ihrem Personal gesucht werden – doch wer ist der Verräter?

Meinung

Wie wahrscheinlich viele von euch wissen, bin ich ein großer Sherlock Holmes Fan und bin deswegen unglaublich gespannt auf dieses Buch gewesen. Da mir von Anfang an klar war, dass dieses Buch aus der Feder des Autors stammt, der Arsène Lupin erschaffen hat, war ich nicht allzu überrascht, dass Lupin meistens in einem besseren Licht dargestellt wurde als Holmes, auch wenn das nur leicht zu bemerken und auch nicht weiter störend war. Was mich allerdings wirklich genervt hat, war die Darstellung von John Watson. Gerade er und seine Freundschaft zu Holmes sind es, die Arthur Conan Doyles Geschichten so interessant und schön machen, doch in Leblancs Roman ist Watson nur eine lieblos gestaltete, unvollständige Person, die nur wenig Intelligenz besitzt und eher an einen Schoßhund erinnert, als an den weisen Doktor, der er eigentlich ist! Don’t do that to my precious Watson!

Davon abgesehen haben mir die beiden Kurzgeschichten allerdings gut gefallen. Wie auch in ACDs Werken kommt es viel auf Details und geistreiche Deduktion an, was die Geschichten interessant macht und zum miträtseln einlädt.
Man darf hierbei aber nicht vergessen, dass es sich um einen Klassiker handelt und die Spannung nicht mit der in neueren Kriminalgeschichten zu vergleichen ist. Wer also nicht so auf alte Sprache und etwas langatmige Konversationen steht, sollte hier vielleicht doch eher ein moderneres Werk in Betracht ziehen.

Und zu Guter Letzt kann ich noch anmerken, dass sowohl Sherlock Holmes Fans als auch Arsène Lupin Anhänger in diesen Büchern voll auf ihre Kosten kommen und mit dem Ausgang der Duelle zufrieden sein können!

4/5🌟

Diebische Grüße

Eure Caro 🙂

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